Die Rubrik „Ansichten aus den 1950er und 1960er Jahren“ möchte ich mit diesen weihnachtlichen Festtagsgrüßen beginnen. Der zu sehende Straßenzug hat sich derart verändert, daß man ihn heute nicht wiedererkennen würde. Wir befinden uns auf der Daufenbacher Straße am Ortseingang. Würde man dem Straßenverlauf weiter folgen, so käme man rechts auf den steilen Ackerweg. Das erste Gebäude müßte zum Dreiseitenhof der Familie Blum gehören und bei dem Fachwerkhaus handelt es sich um das alte Anwesen der Familie Herzog, daß heute nicht mehr existiert. Die Bruchsteinmauer rechts wurde beim Neubau des Evangelischen Gemeindehauses abgetragen und die Straßenführung begradigt. (Beitrag vom 29. November 2021)
Gasthof Kasche
An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei Familie Haddad bedanken, die mir freundlicherweise eine Vielzahl an alten Postkarten Puderbachs aus den 1950er und 1960er Jahren zur Verfügung gestellt hat. Das besondere sind die Originalaufnahmen, die später den Ansichtskarten als Vorlage dienten. Hier sehen wir eine der erhaltenen Abzüge, die den Gasthof Kasche zeigt. (Beitrag vom 30. November 2021)
Anwesen der Familien Deneu und Funk
Für diese Aufnahme Puderbachs hat sich der Fotograf an einer Böschung der Luisenstraße platziert. Von den beiden Höfen der Familie Funk und der Familie Deneu, die wir in der Bildmitte sehen, ist heute nichts mehr zu entdecken. Der Bauernhof meiner Urgroßeltern wurde bereits im März 1977 durch ein mutwillig gelegtes Feuer teilweise zerstört. In späteren Jahren mußte dann auch das Wohnhaus weichen. Es wurde abgerissen und durch einen Neubaukomplex ersetzt. (Beitrag vom 30. November 2021)
Hier sehen wir nun die Ansichtskarte, die neben einem Landschaftsmotiv und einer Aufnahme der Burg Reichenstein auch die beiden oben zu sehenden Fotografien Puderbachs zeigt. (Beitrag vom 30. November 2021)
Der Gärtnereibetrieb Schwinn bzw. Schöneberg
Waren Sie schon einmal Kundin bzw. Kunde beim Blumenhaus Schöneberg? Sicherlich ja, denn das Familienunternehmen kann auf eine 97 Jahre währende Firmengeschichte zurückschauen. Laut den Unterlagen der Nachfahren war es der in Raubach geborene Albert Schwinn, der 1928 den Gartenbaubetrieb begründete. Vier Jahre zuvor hatte er die gebürtige Puderbacherin Anna Marth geheiratet. Um 1935 bezog das Paar mit ihren beiden Kindern Kurt und Cilgia das neu errichtete Haus an der Mittelstraße. Mit dieser Aufnahme können wir einen Blick auf das Anwesens der Schwinns werfen. Ein Ladengeschäft gab es damals noch nicht. Der Verkauf der Blüh- und Grünpflanzen fand hinter dem Gebäude, direkt aus den Gewächshäuser heraus statt. Erst in den 1960er Jahren enstand ein geräumiges Ladenlokal, daß dem von heute in etwa entspricht. (Beitrag vom 27.01.2025)Ein Blick auf den rückwärtigen Teil des Gebäudes. Hier sehen wir eines der vielen Gewächshäuser, in denen die Schwinns ihre Pflanzen aufzogen. Der Großteil der Treibhäuser stand im Bereich der heutigen Gartenstraße, Wernersgarten und Zum Felsen. Ist Ihnen aufgefallen, daß die Glascheiben des Gewächshauses mit weißer Kalkfarbe bestrichen sind? Dieser Überzug diente dazu, die Pflanzen zu beschatten und vor zu großer Sonneneinstrahlung und Hitze zu bewahren. Wunderbar anzusehen sind auch die selbst gezogenen Löwenmäulchen sowie die feinen Salatpflanzen im Bildvordergrund. (Beitrag vom 27.01.2025)1953 hatte die Tochter Cilgia den aus Niederbieber stammenden Gärtner Heinrich (Heinz) Schöneberg geheiratet und der Gärtnereibetrieb ging in ihre Hände über. Hier sehen wir Anna Schwinn mit ihrem Schwiegersohn an den Gewächshäuser stehen. (Beitrag vom 27.01.2025) Wie groß der Gartenbaubetrieb Schöneberg in den 1960er und 1970er Jahren geworden ist, erahnt man auf dieser Luftaufnahme. Drei große Treibhäuser aus Glas standen auf der Fläche zwischen Gartenstraße, Wernersgarten und Zum Felsen, zudem gab es ein Foliengewächshaus sowie die Frühbeetkästen, die man deutlich im Bildvordergrund erkennt. (Beitrag vom 27.01.2025)Jedem, der das Blumengeschäft der Schönebergs besucht hat, wird schon einmal das prächtige Ölgemälde aufgefallen sein, daß hinter dem Kassenbereich hängt und drei Generationen der Familie Schwinn bzw. Schöneberg zeigt. Das Bild geht auf diese Fotografie zurück, die um 1960 entstanden sein dürfte. Links sehen wir den Firmengründer Albert Schwinn, rechts daneben seinen Schwiegersohn Heinz Schöneberg und vorne den 1956 geborenen Kurt-Peter, der den Gärtnerberuf ebenfalls erlernte und das Unternehmen mit seiner Frau Monika übernahm. Von dem Gartenbaubetrieb mit seinen vielen Gewächshäusern ist heute nichts mehr geblieben, da hohe Energiekosten sowie billige Konkurrenzprodukte den Anbau unrentabel machten. (Beitrag vom 27.01.2025)Ein Sprung in die beginnenden 1980er Jahre. Das Ladengeschäft, das dem heutigen schon sehr ähnelt wurde in den 1960er Jahren errichtet und war auf seinem Flachdach zunächst als Terrasse angelegt und mit vielen Blühpflanzen, Ziersträuchern und Bäumen begrünt worden. Heute führt Marcus Schöneberg den Betrieb in 4. Generation. Ihm möchte ich an dieser Stelle danken. Er war so freundlich, mir die vorliegenden Bilder zur Verfügung zu stellen. (Beitrag vom 27.01.2025)
Waren Sie schon einmal Kunde des Augenoptikergeschäfts Becker in Puderbach? Bevor das moderne Gebäude in den 1990er Jahren gebaut und der Optikerladen 1995 eröffnet wurde, befand sich an dieser Stelle ein anderes Bauwerk. Hier sehen Sie eine Aufnahme der Mittelstraße aus den 1950er Jahren, die links das Wohnhaus nebst Bäckerei der Familie Dills zeigt. Gebürtig stammte der Bäcker Christian Dills aus Muscheid und lebte dort mit seiner Frau Karoline geb. Henn und den drei Kindern Erich, Otto und Johanna bis mindestens 1908. Wann genau die Familie das Wohn- und Geschäftshaus bauen ließ und es bezog, ist mir leider nicht bekannt. Doch spätestens 1915, es ist das Geburtsjahr des jüngsten Sohnes Kurt, lebten die Dills bereits in Puderbach. Ich kann mich leider nicht an das rote Backsteingebäude erinnern. War es in meiner Jugendzeit in den 1970er und 1980er Jahren bereits abgerissen? Vielleicht kann mir da ein Familienmitglied der Dills bzw. ein ortskundiger Puderbacher weiterhelfen. Es sei noch erwähnt, daß es sich bei dem Gebäude rechts neben der Bäckerei Dills um das Wohn- und Geschäftshaus der „Metzgersch“ handelt. Wie der Rufname schon sagt, befand sich in den Räumlichkeiten die Fleischerei der Familie Hottgenroth, in späteren Jahren eine Zweigfiliale der Metzgerei Born aus Steimel. (Beitrag vom 11.09.2023)
Die Aufnahme der Bäckerei Dills fand Eingang in diese alte Postkarte der 1950er Jahre. Neben der Ansicht der Mittelstraße und einem verträumten Blick auf die Reichensteiner Burgruine, sehen wir eine Fototgrafie, die die Puderbacher Kirche zeigt. Bei dem Fachwerkgebäude im Vordergrund dürfte es sich um das alte Wohnhaus der „Haverscheeds“ an der Daufenbacher Straße handeln. (Beitrag vom 11.09.2023)
Rund 15 Jahre früher, um das Jahr 1935, entstand dieser Schnappschuß vor dem Haus der Familie Dills. Einige Männer des Dorfes haben sich für ein Plausch zusammengefunden. Die mir bekannten Personen sind Walter Kuhl (3.v.l.), hinter der Männergruppe mit seinem Kopf herausragend Erich Dills, der zweitälteste Sohn des Bäckers Christian Dills, Friedrich Abel (3.v.r.) und ganz rechts mit Fahrrad Ernst Schlichting. (Beitrag vom 11.09.2023)Und noch eine Aufnahme, die vor dem Eingang der Bäckerei Dills entstanden ist. Die Fotografie könnte um 1939 entstanden sein und zeigt links die vielleicht zwölfjährige Cilgia Schwinn (später verh. Schöneberg). Wie uns die Emailleschilder verraten, konnte man bei „Bäckerschs“ auch andere Dinge des alltäglichen Bedarfs kaufen. „Imi“ war ein Waschmittel der Firma Henkel, „Opekta“ ein Geliermittel für Marmeladen und Gelees und „Brinkmann“ eine Tabaksorte. Die Schwarz-Weiß-Bilder der Zeit lassen uns vergessen, wie bunt und farbig die Werbeschilder in Wirklichkeit waren. Deswegen finden Sie im Anschluß eine Collage mit den Original-Werbeschildern. (Beitrag vom 26.02.2025)
Haus der Familie Hoffmann
Es wird ungefähr drei Jahre her sein, seit das Haus der „Mefferts“ der Abrissbirne zum Opfer fiel. Und wie schnell hat man die Ansicht des Hofes bereits vergessen, wenn es erst aus dem Straßenbild verschwunden ist. Mit dieser Fotografie aus dem Nachlass der Familie Fritsch möchte ich an den Hof sowie an ihre Bewohner erinnern. Ein besonders freundliches Verhältnis pflegte ich mit Hilda Hoffmann verh. Vierkötter, geboren 1915, die seit ihrer Heirat in Schwelm bei Wuppertal lebte. Sie besuchte aber regelmäßig ihre frühere Heimat und das Anwesen ihrer Eltern. Sie war ein unerschöpflicher Quell an alten Geschichten und Erzählungen. Von ihr stammt auch das alte Schulbild von 1898, auf der ihre Mutter Bertha Hoffmann geb. Meffert zu sehen ist. Hildas Großeltern waren der Weichensteller Karl Meffert und seine Frau Pauline geborene Habig und Hildes Vater war der aus Muscheid kommende Landwirt Peter Hoffmann. Ebenfalls erinnern möchte ich an Hildas zwei Jahre ältere Schwester Elli, ihren Mann Heinrich Laaks und die gemeinsamen Kinder Jochen und Gisela. Enstanden sein dürfte die Fotografie um das Jahr 1951 und im Vordergrund sehen wir Heinz Fritsch (rechts) und Egon Böhnert (Mitte). Wer mag der Junge sein, der sich zu den beiden dazugesellt hat? (Beitrag vom 8.11.2023)
Platz mit Springbrunnen Ecke Mittelstraße/Reichensteiner Weg
Nur für kurze Zeit existierte diese kleine Parkanlage mit zwei Sitzbänken und einem Springbrunnen an der Ecke Mittelstraße/Reichensteiner Weg. Vermutlich um 1960 beschloß die Gemeinde die Anlegung der winzigen Grünfläche auf dem ehemaligen Gemüsegarten der „Kouls“ (Familie Kaul bzw. Böhnert).Die Aufnahme selbst dürfte um 1964 entstanden sein. Bereits in den 1970er Jahren entstand auf dem Areal ein Gebäude, in dem sich bis heute das Elektrofachgeschäft der Familie Hennig befindet. (Beitrag vom 16.07.2024)
Tabak- und Zeitschriftenladen Hevert und alte Post
Auf diesem Abzug, der ebenfalls einer Postkarte als Vorlage diente, sehen wir die beiden Häuser der Geschwister Otto und Ernst Bachenberg, auch „Lisjes“ genannt. Der Vater der beiden war über Jahrzehnte als Briefbote beschäftigt. So wundert es nicht, daß sich in ihrem Haus auf der Mittelstraße die Puderbacher Postfiliale befand. Sehen Sie den Handwagen rechts in der Hausnische stehen? Das war der sogenannte Postkarren, mit dem die eingehenden Briefe und Pakete vom Puderbacher Bahnhof abgeholt und die ausgehenden Postsendungen zum Weitertransport zur Bahn gerbracht wurden. In der linken Haushälfte befand sich etliche Jahre ein Tabak- und Zeitschriftenladen. Die ersten Eigentümer des Ladengeschäfts waren höchstwahrscheinlich die Lindscheids. Danach übernahm Frau Käthe Hevert das Geschäft. Heute befindet sich in den Räumlichkeiten das Bestattungsunternehmen Wolf. (Beitrag vom 1. Dezember 2021)
In diese Ansichtskarte wurde die Fotografie mit dem Tabak- und Zeitschriftenladen und der Postfiliale integriert. Die anderen Aufnahmen zeigen die Evangelische Kirche und den alten Gebäudekomplex der Verbandsgemeindeverwaltung an der Hauptstraße. (Beitrag vom 1. Dezember 2021)
Die Metzgerei Will
Die meisten meiner Generation dürften sich noch an die Metzgerei der Familie Will erinnern. Gebürtig stammte der 1913 geborene Wilhelm Will aus dem bei Frankfurt gelegenen Höchst am Main. 1934 hatte der gelernte Fleischhauer die aus Puderbach stammende Elfriede Oettgen geheiratet. Das Paar bekam zwei gemeinsame Söhne und lebte in den ersten Jahren der Ehe in Brechhofen bei Raubach. Nach Kriegsende, Wilhelm Will kehrte mit einer schweren Verletzung an beiden Beinen zurück, pachtete er die leer stehenden Räume der Metzgerei Schneider an der Puderbacher Hauptstraße. Schnell baute er das Unternehmen aus und betrieb innerhalb kürzester Zeit Zweigfilialen in Daufenbach, Werlenbach, Muscheid und Oberähren. Desweiteren lieferte er Bestellungen einzelner Kunden bis nach Bauscheid, Breitscheid, Haberscheid, Niederähren und Reichenstein aus. Diese Aufgabe kam in der ersten Zeit seinem ältesten Sohn Friedhelm zu, der die Wurst- und Fleischwaren mit dem Fahrrad in den Ortschaften verteilte. Auf dieser Aufnahme, die um 1951 enstanden sein könnte, sehen wir Wilhelm Will mit seinem Sohn Friedhelm vor dem gepachteten Ladengeschäft an der Puderbacher Hauptstraße stehen. Ein Jahr zuvor hatte der gerade mal Vierzehnjährige die Lehre als Fleischer im väterlichen Betrieb begonnen. Mit der Rückkehr des eigentlichen Ladenbesitzers, Arthur Schneider befand sich acht lange Jahre in russischer Kriegsgefangenschaft und kehrte 1953 nach Puderbach zurück, mussten die Wills sich eine neue Bleibe suchen. Um 1956 eröffneten sie an der Mittelstraße, zunächst bescheiden in einem Hinterhof mit einem winzigen Laden, ihre neue Metzgerei. (Beitrag vom 15.01.2025) So erinnere ich mich an die Metzgerei der Familie Will. Die Fotografie dürfte in den 1960er Jahren aufgenommen worden sein und zeigt die Front des Ladengeschäfts an der Mittelstraße. Links befand sich der eigentliche Laden und rechts der Imbiss mit warmen Speisen. Die Anfänge an der Mittelstraße lagen jedoch im Hinterhof des Gebäudes. Sehen Sie am rechten Bildrand das Tor? Dort hinein mußten die Kunden gehen, um das kleine Lädchen zu erreichen. Wilhelm Will hatte den hinteren Teil des Gebäudekomplex vom eigentlichen Besitzer, dem Friseur Hermann Hoffmann, gemietet. Da das Haus in früheren Zeiten die koschere Metzgerei von Berthold Bär beherbergte, waren Schlachthaus und ein Raum für die Weiterverarbeitung bereits vorhanden. Und um nicht immer von Brechhofen nach Puderbach zu pendeln, bauten sich die Wills eine bescheidene Wohnung über dem Schlachthof aus. Erst mit dem Ankauf des Haupthauses konnten sie in den vorderen Teil des Gebäudes umziehen. (Beitrag vom 15.01.2025)Da läuft einem doch das Wasser im Mund zusammen! Ein wunderbarer Blick ins Ladengschäft der Metzgerei Will aufgenommen in den 1960er Jahren. Die Fleischwurst scheint besonders beliebt gewesen zu sein, denn sie hängt in großer Stückzahl an den Fleischerhaken. Hier sehen wir die beiden Söhne von Wilhelm Will, den 1936 geborenen Friedhelm und seinen vier Jahre jüngeren Bruder Horst, die beide in die Fußstapfen des Vaters traten und ebenfalls Metzger von Beruf wurden. (Beitrag vom 15.01.2025)
Die Bäckerei, Gaststätte und Pension Hümmerich
Diese beiden Postkarten dürften aus den 1950er Jahren stammen und zeigen die frühere Gaststätte und Pension Hümmerich. Die Familie kann auf eine lange Reihe von Bäckermeistern zurückschauen. Bereits der um 1720 aus dem Dierdorfer Raum stammende Heinrich Hümmerich hat das Bäckereihandwerk gelernt. Es ist sein Enkelsohn, der auf der Wienauer Mühle geborene Wilhelm Hümmerich, der sich in Puderbach niederlässt und hier eine Bäckerei eröffnet. Mitte/Ende des 19. Jahrhunderts erweitert Christian Hümmerich bzw. sein Sohn Wilhelm August den Betrieb um die Gaststätte nebst Fremdenzimmern. Die vier Aufnahmen der Ansichtskarte vermitteln uns einen Eindruck, wie der Gastraum damals ausgesehen hat. Der Eingang des Gebäudes befand sich in der Mitte, wobei man nach links in die Bäckerei und den kleinen Lebensmittelladen und nach rechts in die Gaststätte eintrat. Um die dreißig Personen konnten an den sechs Tischen, fein eingedeckt mit weißen Tischtüchern und gefalteten Servietten, bewirtet werden. An der Theke genoßen die Besucher sicherlich ein kühles Bier und bei warmen Wetter konnte man auch die kleine Außenterrasse mit ihren großen Mariksen nutzen. (Beitrag vom 6.08.2024) In den 1960er Jahren wandelte Walter Hümmerich den Familienbetrieb erfolgreich in eine Supermarkt-Filiale der Firma REWE um. Bis mutmaßlich Ende der 1990er Jahre konnten die Puderbacherinnen und Puderbacher hier ihre Lebensmittel einkaufen. Ich erinnere mich, als wäre es gestern gewesen, wie ich als kleiner Junge mit meinen Großeltern durch die Reihen der Regale schritt und an der Fleisch- und Wurtstheke eine Scheibe Aufschnitt geschenkt bekam. (Beitrag vom 6.08.2024)
Holzbachbrücke mit Mittelstraße
Heutzutage würde es niemand wagen, mit seiner Kamera auf der vielbefahrenen Mittelstraße zu stehen, um eine Aufnahme wie diese zu schießen. Doch um 1950 war der Autoverkehr noch deutlich geringer und so enstanden gleich mehrere Fotografien, die dieser aus dem Familienbesitz der Kaulbachs bzw. Haddads ähneln. Hier sehen wir den 1897 geborenen Wilhelm Frohn mit seinem Rad vom Kirchdorf kommen. Schwungvoll überquert er gerade die Holzbachbrücke. Hinter ihm sehen wir das frühere Wohn- und Geschäftshaus der jüdischen Familie Aron. Als das Bild entstand, befand sich bereits eine Sparkassenfiliale in den Räumlichkeiten. In den 1970er bzw. 1980er Jahren wurde das Backsteinhaus abgerissen und durch das heutige Gebäude ersetzt. (Beitrag vom 23.07.2024)Einige Jahre später entstand diese beschauliche Aufnahme der Mittelstraße. Außer einem parkenden Auto vor der früheren Raiffeisenbank ist kein Verkehr zu verzeichnen. Die Puderbacher sind noch zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs. Auf der Fotografie kann man erahnen, daß die alte, schmale Brücke dem steigenden Verekhrsaufkommen nicht mehr gewachsen war. 1956 kam es zum Neubau. Eine hölzerne Behelfsrücke zwischen Bahnhofstraße und den gegenüberliegenden Wiesen ermöglichte es den Passanten, den Holzbach zu überqueren und die jeweils andere Dorfhälfte zu erreichen. (Beitrag vom 23.07.2024)
Einweihung neue Holzbachbrücke
Hier sehen wir die festliche Einweihung der neuen und breiteren Holzbachbrücke im Jahr 1957. Zu den Honoratioren, die sich bereits am Eröffnungsband versammelt haben, um es feierlich zu zerschneiden, gehört von links nach rechts der damalige Amtsbürgermeister Hermann Blum, Amtsobersekretär Wilhelm Spies, Domänendirektor Friedrich Hachenberg, Mitglied des Rheinland-Pfälzischen Landtags und gebürtiger Puderbacher, Herbert Bachenberg und Herr Höfer vom Bauamt. Hinter ihnen hat sich bereits eine Schar Schaulustiger eingefunden, die dem Festakt beiwohnt. (Beitrag vom 3.09.2025) Ergänzend zu der Fotografie hier der Zeitungsartikel, der zur Einweihung der neuen Holzbachbrücke in der Neuwieder Zeitung erschienen ist. Mein Dank geht an dieser Stelle an Frau Zerres, die so freundlich war, mir den Ausschnitt zur Verfügung zu stellen. (Beitrag vom 26.11.2025)Hier ein Blick auf Holzbachbrücke und Mittelstraße aus den ausgehenden 1960er Jahren. Rechts, mit der großen Erzquell-Pils-Werbung an der Fassade, entdecken wir den früheren Gasthof Hümmerich, in dem sich bis in die 1990er Jahre der von der Familie geführte Supermarkt befand. Aus dem Ortsbild verschwunden ist das Wohnhaus der Familie Oettgen bzw. Rüssel, zu erkennen hinter dem heranfahrenden Wagen, daß mit der Sanierung der Dorfmitte abgerissen wurde. (Beitrag vom 23.07.2024)
Uhren-, Gold- und Silberwarengeschäft Hobbach
Ein wunderschöner Blick auf die Mittelstraße um 1950. Bei dem Haus mit der heruntergelassenen Markise handelt es sich um das Uhren-, Gold- und Silberwarengeschäft der Familie Hobbach. Links daneben das Wohn- und Geschäftshaus der Familie Zerres, das damals noch aus Gaststätte, Lebensmittelhandlung und Drogerie bestand. (Beitrag vom 18.01.2023)
Eine ganz ähnliche Aufnahme aus dem Nachlass der Familie Schmidt. Das Ladengeschäft der Hobbachs scheint geschlossen, denn beide Schaufenster sind mit Scherengittern vor Diebstahl gesichert. Auch hier geht der Blick der Kamera über die angrenzenden Häuser der Mittelstraße. Bei dem jungen Mann im Hauseingang handelt es sich um den „Herwetspittersch Karl Heinz“. Er und Hans Hobbach waren beide Jahrgang 1931 und als Jugendliche eng miteinander befreundet. (Beitrag vom 7.05.2025)
Bäckerei der Familie Spies
Diesen Blick auf das Wohnhaus und die Bäckerei der Familie Spies kenne ich persönlich nicht mehr. Das Gebäude befindet sich in veränderter Form noch heute an der Mittelstraße Nr. 2 und wurde nach der Sanierung des Straßenabschnitts im Jahr 1967 umgebaut. Bis dahin war der Zusammenlauf von Mittelstraße und Hauptstraße von zwei Wegen mit unterschiedlicher Steigung bestimmt. Wegen dem stetig zunehmenden Verkehrsaufkommen in den 1960er Jahren beschloß die Gemeinde, das Straßenniveau anzuheben. Damit „verschwand“ das Erdgeschoß mit dem früheren Ladengeschäft. (Beitrag vom 9.03.2022)
Alte Straßenführung Mittelstraße/Hauptstraße
Diese Aufnahme zeigt auf eindrückliche Weise, wie der Zusammenlauf von Mittelstraße und Hauptstraße am sogenannten Mühlenberg früher geregelt war. Gut zu erkennen die beiden Wege mit der extrem unterschiedlichen Steigung. Rechts wieder die Bäckerei der Familie Spies. Man hat bereits die drei kleinen Fenster des Geschäfts durch ein großes Schaufenster ersetzt. Es folgt das Wohnhaus der Familie Frohn bzw. Kaulbach, in dem sich heute der Tabak- und Zeitschriftenladen der Familie Haddad befindet. Geradeaus erkennt man die alte Mühle nebst Wohnhaus, die 2018 abgerissen wurde. (Beitrag vom 9.03.2022)
Instandsetzungsarbeiten am Mühlenberg
Um 1960 fanden Instandsetzungarbeiten an der Stützmauer zwischen den beiden Wegen am sogenannten Mühlenberg statt, die ein Anwohner im Bild festgehalten hat. Zwei Bauarbeiter haben bereits begonnen, daß schadhafte Mauerwerk auszubessern und mit frischem Zement zu verputzen. Die fertig gestellten Abschnitte haben sie bis zum Abtrocknen mit Holzbalken abgestützt. Im Hintergrund erhaschen wir einen Blick auf das frühere Textil- und Konfektionswarengeschäft der Familie Becker, an das sich manch älterer Puderbacher noch erinnern wird. Links daneben sehen wir die prächtige Kastanie, die viele Jahrzehnte den Zusammenlauf von Haupt-und Steimeler Straße krönte. 1966 mußte sie dem Bau der Tankstelle der Familie Schwanbeck Platz machen. Und ganz links erkennen wir einen der schicken Omnibusse des Fuhrunternehmens Spies, das neben Personen- und Lastwagenfahrten auch Krankentransporte anbot. (Beitrag vom 21.07.2022)
Häuser der Familien Frohn und Spies
Und hier eine weitere Aufnahme der beiden Häuser, die durch die Straßensanierung besonders betroffen waren. Die Luftaufnahme dürfte um 1958 entstanden sein und zeigt links das Haus der Familie Frohn bzw. Kaulbach. An der rechten Haushälfte wurde ein Anbau angefügt, in dem sich heute der Tabak- und Zeitschriftenladen der Familie befindet. Und rechts daneben die Bäckerei der Familie Spies bzw. Packmohr. Die folgende Aufnahme aus den 1970er Jahren zeigt, wie sehr sich das Gebäude verändert hat. (Beitrag vom 9.03.2022)Auf dieser Fotografie erkennt man genau, wie sehr sich das Haus der Familie Spies bzw. Packmohr verwandelt hat. Links erahnt man den alten Gebäudeteil, der durch das Anheben des Straßenniveaus bis zum 1. Stockwerk verdeckt ist. Rechts daneben der Neubau mit dem Lebensmittelgeschäft der Familie. (Beitrag vom 9.03.2022)
Kastanie Ecke Hauptstraße/Steimeler Straße
Über Jahrzehnte prägte diese große Kastanie den Zusammenlauf von Hauptstraße und Steimeler Straße. Hier hat sich der Gastwirtssohn Rudolf Weber (links) für den Fotografen vor dem stolzen Baum postiert. Bei den ersten beiden Häusern an der Steimeler Straße handelt es sich um die Anwesen der Familie Kambeck (Lisjes) und der Familie Göbler (Hennerichs). Hennerichs Haus scheint bereits im Umbau begriffen zu sein, wie das entfernte Gefache vermuten lässt. Die Aufnahme selbst dürfte um 1960 entstanden sein. (Beitrag vom 26.10.2022)Im Zuge der Erröffnung einer Tankstelle an der Ecke Hauptstraße/Steimeler Straße kam es im Januar 1966 zur Fällung des prächtigen Baumes. Heutzutage wäre es dank Holzvollernter eine Sache von Minuten gewesen, die Kastanie umzulegen. Doch die Männer, die am Abholzen beteiligt waren, mussten all ihre Kräfte einsetzen. Zu den Holzfällern gehörten Karl-Heinz Asbach aus Rodenbach, sowie die Puderbacher Friedrich u. Hermann Runkler, Otto Born und Heinrich Göbler. (Beitrag vom 5.07.2024)Anscheinend war einer der Helfer in die Baumkrone gestiegen und hatte einige der größeren Äste angesägt und ein Seil an ihnen befestigt. Im zweiten Schritt zogen die übrifen Helfer nach Leibeskräften an dem gelockerten Geäst. Neben der Kastanie mußte auch das kleine Fachwerkhaus der „Alberts“ dem Bau der Tankstelle weichen, auf dieser Aufnahme am rechten Bildrand noch zu erahnen. (Beitrag vom 5.07.2024)Hier sieht man bereits einen großen Teil der Baumkrone abgesägt auf der Fahrbahn liegen. Geblieben ist nur der kahle Baumstumpf, der vermutlich im letzten Schritt gefällt wurde. (Beitrag vom 5.07.2024)
Festakt zum 100jährigen Postjubiläum 1965
Am 12 November 1965 feiert die Verbandsgemeinde das 100jährige Bestehen der Puderbacher Postfiliale. Die 1865 eingerichtete „königlich-preußische Postexpedition 2. Klasse“ wurde zunächst noch von den täglich verkehrenden Kutschen beliefert, seit der Eröffnung der Bahnstrecke im Jahr 1884 durch die Eisenbahn.Für den Festakt hat die Gemeindeverwaltung eine alte Postkutsche herbeigeschafft, in der die Honoratioren für die Feierstunde chauffiert werden. Für die Ortschaft nehmen Verbamdsbürgermeister Hermann Blum, Ortsbürgermeister Heinrich Göbler, der stellv. Ortsbürgermeister Manfred Kambeck und Beigeordneter Heinrich Hachenberg teil, für das Postwesen ist der Präsident der Oberpostdirektion Dr. Simon geladen.Vorne links auf dem Kutschbock sitzt der gebürtige Puderbacher Emil Herzog. Sein geschulter Umgang mit einem Pferdefuhrwerk, lange Jahre hatte er mit seinem Pritschenwagen und dem Pferdegespann die Milch der Bauern in die Raubacher Molkerei gebracht, dürfte ihm dieses Ehrenamt eingebracht haben. (Beitrag vom 26. Juni 2025)Die Postkutsche mit den Ehrengästen hat am Amtsgebäude ihre Fahrt begonnen und bewegt sich nun gemessenen Schrittes die Hauptstraße hinauf. Ziel der feierlichen Kutschfahrt sind die früheren Postämter der Ortschaft sowie die 1955 neu eingerichtete Postfiliale in der Straße Zum Felsen. (Beitrag vom 26.06.2025)Um eine ruhige Fahrt zu gewähren, hat man zwei weitere Helfer engagiert, die die Zugpferde am Geschirr nehmen und den Weg entlangführen. (Beitrag vom 26.06.2025)Gerade biegt das Gefährt zwischen Gasthof Schneider und dem Anwesen der „Schohphillps“ in die Schulstraße ein.Einer der ersten Vorsteher der Postanstalt war der 1828 geborene Schultheiß Herbert Jung. Zunächst befindet sich die Postfiliale in seinem Haus an der Schulstraße, später zieht das kaiserliche Postamt in sein neu erbautes Haus an den Ausläufern der Hauptstraße Richtung Raubach. Seine Nachfahren sind die Familien Hachenberg bzw. Kölbach sowie die Familie Siegel, deren Namen viele noch kennen dürften. Der Lehrer Anton Siegel ist es, der das Amt seines Schwiegervaters um die Jahrhundertwende übernimmt und bis 1924 innehat. Der nächste Amtsträger ist der in der Mittelstraße wohnende Peter Kaul, Großvater des „Kouls Egon“, der die Postgeschäfte bis 1932 leitet. Danach ist es Ernst Bachenberg, der die Postfiliale bis 1955 führen darf. (Beitrag vom 27.06.2025)Gerade passiert die Kutsche das Haus der Handarbeitslehrerin Katharina Träger geb. Sommer. Bei Entstehen des Bildes ist sie bereits 95 Jahre alt und eine der ältesten Bewohnerinnen des Ortes. Sie ist es, die sich noch an die Zeiten erinnern kann, als die Postkutsche regelmäßig verkehrte. Dem Journalisten der Rhein-Zeitung berichtet sie wie folgt:“Jahrelang befuhr eine Postkutsche die Strecke Koblenz-Altenkirchen, die durch das Sayntal über Puderbach führte. In Dierdorf war Pferdewechsel. Die Ankunft in Puderbach war während des Sommers auf 20.30 Uhr, im Winter auf 17.30 Uhr festgesetzt. Bereits am „Blumengärtchen“ (ein Flurstück an der Straße nach Raubach) gab der Postillion Signal. Als Kinder liefen wir der Kutsche entgegen, da wir uns, wenn keine Fahrgäste mitfuhren, hinten aufstellen durften. Da die Postkutsche die einzige Verbindung darstellte, war der Posthof Treffpunkt und Feierabendziel vieler Dorfbewohner. Die Postkutsche war geschmückt, als im Jahr 1880 (richtig wäre 1877) der neue Pfarrer Mohn mit ihr im Ort eintraf.“ (Beitrag vom 27.06.2025)Zehn Jahre zuvor ist das neue Postamt im dem hier zu sehenden Gebäude in der Straße Zum Felsen eröffnet worden. Die ersten sechs Jahre leitet Willi Theis die Geschäfte, gefolgt von dem Postoberverwalter Helmut Weber. Die Rhein-Zeitung berichtet in einem Artikel vom Februar 1955 wie folgt: „Doppelt so gern gehen die Leute aus dem Puderbacher Land jetzt zu ihrer neuen Post, die in dem schmucken Neubau ein ebenso modernes und zweckmäßiges wie gefälliges Heim erhalten hat.“ (Beitrag vom 30.06.2025) Die Jubiläumsfahrt der Postkutsche hat ihr Ziel am neuen Postamt in der Straße Zum Felsen erreicht und die Ehrengäste präsentieren sich noch einmal den Kameras. Von links nach rechts sind zu sehen: Mglw. der Präsident der Oberpostdirektion Dr. Simon, Beigeordneter Heinrich Hachenberg, vrmtl. Verbandsbürgermeister Hermann Blum, der stellv. Ortsbürgermeister Manfred Kambeck, Ortsbürgermeister Heinrich Göbler, … und der Postoberwerwalter und Filialleiter Helmut Weber. Links auf dem Kutschbock sitzt Emil Herzog. (Beitrag vom 30.06.2025)
Textilhaus Becker
An früherer Stelle hatte ich bereits über die Gründung des Manufaktur- und Konfektionswarenladens der Familie Becker berichtet. Hier sollen einige weiterführende Informationen sowie Fotografien folgen, die die Geschichte des Geschäfts nach Kriegsende 1945 bis zu seiner Schließung Ende 1983 beleuchten. Diese Aufnahme aus den 1940er bzw. 1950er Jahren zeigt uns das schmucke Wohn- und Geschäftshaus der Beckers an der Ecke Steimeler Straße/Hauptstraße. Der Eingang zum Ladengeschäft befand sich auf der rechten Seite des Gebäudes, während die Familie ihre Privaträume über die linke Türe betrat. (Beitrag vom 24.02.2025)Falls Sie den ersten Beitrag über die Gründung des Textilgeschäfts Becker gelesen haben, so erinnern Sie sich, daß es der 1882 in Puderbach geborene Otto Becker war, der den Laden 1911 mit seiner Frau Wilhelmine geb. Neitzert eröffnete. Einen würdigen Nachfolger fand er in seinem Sohn Otto Becker junior, der 1933 seine dreijährige kaufmännische Ausbildung in dem Manufaktur- und Gemischtwarenladen A. Eickmeyer in Jöllenbeck bei Bielefeld beendete und danach in den Familienbetrieb einstieg. Hier sehen wir zwei Ausschnitte aus Otto Beckers Legimitationskarte, die die Bürgermeisterei Puderbach 1949 ausstellte. Das Dokument, das ihn als Betreiber einer Manufaktur-, Textil- und Möbelhandlung ausweist, hatte er stets bei sich zu tragen. Neben den üblichen Personalien wie Geburtsdatum, Körpergröße und Augen- bzw. Haarfarbe macht das amtliche Schriftstück auf seine schwere Kriegsverletzung aufmerksam. Mit dem Tod des Vaters im Jahr 1952 ging die Geschäftsleitung ganz auf Otto Becker junior über. Wie sehr er sich für den Laden und seine Kundschaft eingesetzt hat, heute würde man wohl sagen „gebrannt“ hat, beschreibt folgende kleine Geschichte aus dem Jahr 1957. Eine angehende Braut aus Roßbach hatte ein gebrauchtes Hochzeitskleid bei den Beckers zur Reinigung abgegeben. Doch es verging Tag um Tag und die Festgarderobe kehrte nicht aus der Wäscherei in Altenkirchen zurück. Endlich, am Tag der Vermählung, nahm die Braut das Kleid in Empfang. Doch es war eingelaufen und war nicht mehr zu gebrauchen. Was nun? Es blieben nur noch wenige Stunden bis zur Trauung um 14 Uhr. Also fuhren die beiden mit Otto Beckers Privatwagen ins 26 Kilometer entfernte Neuwied, um dort auf die Schnelle ein neues Brautkleid zu besorgen. Bei Heddesdorf kam es zu einer Reifenpanne und die beiden hasteten zu Fuß weiter. In Neuwied war dann schnell ein neues Brautkleid gefunden, doch es war zu lang und mußte noch geändert werden. Kurzum, die junge Braut aus Rosbach schaffte es gerade noch rechtzeitig, ihren Bräutigam am Altar in Empfang zu nehmen. Welcher Geschäftsmann würde sich für eine junge Kundin und deren Eheglück so ins Zeug legen? (Beitrag vom 24.02.2025)Die folgenden fünf Aufnahmen dürften Mitte bzw. Ende der 1950er Jahre entstanden sein. Sie vermitteln uns einen Eindruck, wie das Ladengeschäft und sein Warenangebot damals ausgesehen haben. In diese Zeit fällt die Errichtung eines geräumigen Anbaus mit drei großen Schaufenstern, den wir am rechten Bildrand entdecken. Hier präsentierte das Textilhaus Becker die neueste und schickste Konfektionsmode für Damen, Herren und Kinder. Besondere Beachtung sollte auch die herrliche Weihnachtsdekoration finden. Der hier zu sehende, mit Kerzen bestückte Christbaum wurde viele Jahre lang in der Vorweihnachtszeit als Verzierung an der Hausfassade angebracht. (Beitrag vom 24.02.2025)Hier ein weiterer Blick auf den Anbau, der die Gesamtfläche des Ladengeschäfts deutlich erhöhte. Schaut man sich die mit Schaufensterpuppen versehenen Auslagen näher an, so erkennt man links die neueste Damenmode für Sie, in der Mitte Kinderbekleidung für die Kleinen und ganz rechts Herrenanzüge und Hemden für Ihn. (Beitrag vom 24.02.2025)Die angesagten Modelle der damaligen Zeit. (Beitrag vom 24.02.2025)Ein wunderbarer Blick in eines der großen Schaufenster des Haupthauses. Neben Tischdecken aller Art und Kissenbezügen scheinen auch Gardinen und Vorhängestoffe das Sortiment komplettiert zu haben. (Beitrag vom 24.02.2025)Und weiter geht’s im reichhaltigen Angebot des Textilhauses Becker. Neben einigen Bekleidungsstücken bietet die Auslage Stoffe von der Rolle wie Wäsche Batist, Hand-, Geschirr und Taschentücher, Bettwäsche und Bettbezüge sowie Matratzen an. Die Firmen Schlaraffia und Irisette gibt es bis in unsere Zeit. (Beitrag vom 24.02.2025)Ein Schnappschuß aus den beginnenden 1950er Jahren. Rechts sehen wir den Kaufmann Otto Becker mit seiner Ehefrau Else geborene Burbach. Bei dem Paar links handelt es sich um Raimund Spaniol, der bis 1963 im Kaufhaus Becker beschäftigt war, und seine Frau Leni geborene Klüppelberg aus Weroth. Die Eheleute waren sich freundschaftlich sehr verbunden. (Beitrag vom 24.02.2025)So kennen wohl die meisten von uns das Textilhaus Becker. Die Umbauten zur Verlegung des Haupteingangs in die Mitte des Gebäudes fielen in die Zeit von Otto Beckers Tod im Jahr 1968. Am 18. August erlitt der gerade 52jährige Kaufmann einen Herzinfarkt auf einer seiner Transportfahrten. Vier Tage später fand die Beerdigung statt, vermutlich unter großer Anteilnahme der Dorfbevölkerung. Danach blieb das Geschäft noch weitere fünfzehn Jahre für die Puderbacher geöffnet, bevor es am 31. Dezember 1983 seine Pforten schloss. (Beitrag vom 24.02.2025)
Häuser der Familie Born und Lichtenthäler an der Schulstraße
Viele Ansichten der Ortschaft haben sich so stark verändert, daß man sie heutzutage nicht wiedererkennen würde. Eine Ausnahme bilden die Häuser der beginnenden Schulstraße, die wir hier auf einer Aufnahme von 1960 sehen. Ganz hinten erkennen wir das Haus der Familie Wagner. Damals befand es sich noch im Besitz von dem Landwirt Paul Born, auch „Muschender“ Paul genannt. Das stattliche Fachwerkhaus in der Bildmitte wurde in den folgenden Jahren mit Eternit-Platten verkleidet, hat sich aber ansonsten nicht verändert. Viele Jahrzehnte gehörte es der Familie Lichtenthäler bzw. Stanke, auch „Hanntäisen“ gerufen. Bei der Frau, die wohl gerade ein paar Eier aus ihrem Hühnerstall geholt hat und in ihren Händen hält, handelt es sich um die 1919 in Puderbach geborene Paula Blum verh. Gläser. Ihr und ihrem Mann Wilhelm gehörte das Gartengrunstück, daß wir ganz rechts sehen. Ihr Wohnhaus befand sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite, von dem Fotografen nicht mehr eingefangen. (Beitrag vom 19.01.2024)Bereits 20 Jahre zuvor entstand eine ganz ähnliche Aufnahme vom sogenannten „Gläsersch Paula“, damals aber noch unverheiratet. Die Fotografie gibt den Blick frei auf den wunderschönen Fachwerkhof der Lichtenthälers. Hinter dem schmucken Haupthaus erahnen wir die Stallungen und Scheune, die zu dem Anwesen dazugehörten. Die „Hanntäisen“ betrieben eine große Landwirtschaft und besaßen als Zugtiere auch Pferde, was sich nicht jeder Bauer leisten konnte. (Beitrag vom 19.01.2024)
Lebensmittelgeschäft der Familie Neitzert
Bevor die Familie Hümmerich ihren Gasthof in einen Supermarkt verwandelte und der große SB-Markt (SB steht für Selbstbedienung) an der Urbacher Straße eröffnet wurde, versorgten acht kleinere Lebensmittelgeschäfte die Puderbacher Dorfbewohner mit dem nötigsten für den Haushalt. Auf der Aufnahme oben links sehen wir den Gemischtwarenladen der Familie Neitzert, den Hiesigen unter dem Rufnamen „Hammuns“ bekannt. Das Anwesen nebst Handlung befand sich an der Steimeler Straße und wurde zunächst von Lisette Neitzert geb. Frohn geführt. Nach ihrem frühen Tod im Jahr 1947 übernahm der Sohn Emil das Geschäft. Zusammen mit seiner Frau Meta geb. Freyn aus Ingelbach baute er 1950 an den alten Gebäudekomplex ein neues Haus mit großem Ladengeschäft im Erdgeschoß. In die Räumlichkeiten des alten Gebäudes zog das Ehepaar Karl und Paula Mühleib und eröffnete einen Laden mit Textil- und Kurzwaren. Bis 1977 blieb der Laden der Familie Neitzert geöffnet. Die Mühleibs erwarben in späteren Jahren ein Haus in der Reichensteiner Straße und führten dort ihr Geschäft weiter. Das Foto unten links zeigt uns wieder den prächtigen Kastanienbaum an der Ecke Hauptstraße und Steimeler Straße. (Beitrag vom 26.10.2022)
Das Haus der Familie Runkler
Der Schatz an Aufnahmen aus dem Nachlass Runkler ist schier unerschöpflich. Bei diesem Schnappschuß aus den 1950er Jahren erhaschen wir einen Blick auf das uralte Fachwerkgebäude an der Steimeler Straße. Es wird gesagt, daß es aus dem 17. Jahrhundert stammt, doch dieser Beweis muß noch erbracht werden. Richtig ist wohl, daß es zuvor an anderer Stelle stand, um 1900 niedergelegt und an seinem heutigen Platz wiederaufgebaut wurde. Bei dem schicken Wagen im Vordergrund handelt es sich höchstwahrscheinlich um einen Opel Kapitän 54, der während der Jahre 1953 bis 1958 hergestellt wurde. (Beitrag vom 11.01.2023)
Ein zweiter Blick auf das kleine Fachwerkhaus. Bewohnt habe ich es nicht in Erinnerung. Die letzten Besitzer, Verwandte der Gebrüder Runkler, waren nur selten hier zu Gast. Die meiste Zeit stand es leer. Mir kam es immer wie ein verwunschenes, in hundertjährigen Schlaf versetztes Bauwerk vor. Nun hat es Herr Klein endlich zum Leben erweckt. (Beitrag vom 11.01.2023)
Herwetspitterschs Lebensmittelgeschäft
Ein wunderschöner Blick auf das kleine Lebensmittelgeschäft der „Herwetspittersch“ an der Steimeler Straße. Geführt wurde der Laden über viele Jahrzehnte von der unverheirateten Mina Born, in späteren Jahren tatkräftig unterstützt von Anneliese Schmidt, der Frau des Neffen Karl-Heinz. Das A&O stand für die gleichnamige Handelsgruppe, eine Kooperation von 20 Lebensmittelhandlungen, die sich 1953 auf Initiative des Offenburger Kaufmanns Adolf Spinner zusammengeschlossen hatte. Nach der Eröffnung des großen Selbstbedienungs-Marktes (SB) an den Ausläufern der Urbacher Straße im Jahr 1965 gingen die Umsätze der kleinen „Tante-Emma-Läden“ in Puderbach stetig zurück. Als 1972 das „Herwetspittersch Mina“ mit 79 Jahren verstarb, schloss der Laden seine Pforten. (Beitrag vom 9.07.2024)
Bauarbeiten an der Steimeler Straße
Dem Hobbyfotografen Reinhold Zerres sind diese beiden interessanten Aufnahmen zu verdanken. Sie dürften Ende der 1960er Jahre entstanden sein und zeigen Sanierungsarbeiten an der Steimeler Straße. Ein Bagger ist gerade dabei, Teile des steilen Hangs abzutragen, um Platz für einen Gehweg zu schaffen, der bisher auf beiden Seiten der Straße fehlte. Rechts ist ganz deutlich die Auffahrt zur Bergstraße zu erkennen. (Beitrag 6.02.2024)Für beide Aufnahmen hatte sich Reinhold Zerres an der Zufahrt zur Hofstraße platziert. Nun wechselt er die Blickrichtung Richtung Norden zur Ortsausfahrt nach Steimel. Auch hier sind bereits große Teile des Hangbereichs abgebaggert. Die Kamera gibt den Blick frei auf die imposante Eiche, die viele Jahrzehnte den Straßenverlauf prägte und der gleichnamigen Eichenstraße ihren Namen gegeben hat. (Beitrag vom 6.02.2024)
Sommerfrische Puderbach
„Erholungsaufenthalt der Städter auf dem Lande zur Sommerzeit“, so definiert das Wörterbuch der Gebrüder Grimm den Begriff Sommerfrische. Mit den folgenden Postkarten warb Puderbach mit seiner reinen Luft, seinen Naturschönheiten und der Burgruine Reichenstein als Sehenswürdigkeit um die Touristen aus den deutschen Metropolen. (Beitrag vom 18.06.2023)
Für mich immer wieder einer der schönsten Blicke auf Puderbach, der von der Landstraße 264 hinunter auf die malerische Dorfsilhouette.
Auch auf dieser Ansichtskarte blicken wir auf Puderbach, doch aus gleich drei verschiedenen Perspektiven, einmal von Urbach bzw. von Raubach kommend und ein weiteres Mal von einer Anhöhe im Norden des Dorfes. Der vierte Bildteil zeigt die Burgruine Reichenstein.
Neben den landschaftlichen Reizen warb die Ortsgemeinde mit dem Prädikat „Luftkurort“ bei den Urlaubern. Vermutlich hatte sie selbst ein Gutachten in Auftrag gegeben, welches belegte, daß Luft und Klima in den Puderbacher Landen förderliche Eigenschaften für Gesundheit und Erholung hatte.
Die mit Bäumen bestandenen Landstraßen sowie die ausgeprägten Waldgebiete rund um Puderbach luden die Urlauber zum Verweilen ein.
Eines der wichtigsten Kulturdenkmäler Puderbachs war und ist die Burgruine Reichenstein. Damals noch in Privatbesitz und nicht zugänglich, ist sie heute eine der Attraktionen der Region.
Hier u.a. eine Ansicht der Holzbachbrücke, die das Puderbacher Kirch- und Mühlendorf miteinander verbindet. Wer mag wohl die Passantin sein, die dem Fotografen als Staffagefigur dient?
Festumzug in Puderbach
Bei den folgenden drei Bildern handelt es sich um einen Festumzug, der vermutlich in den 1950er Jahren stattgefunden hat und dessen Anlass mir leider nicht bekannt ist. Auf dieser ersten Aufnahme bewegt sich der Zug, geführt von einer in prächtige Bergmannsuniformen gehüllten Blaskapelle, von der Hauptstraße kommend die Mittelstraße hinunter. Im Hintergrund ist das Alte Kriegerdenkmal zu erkennen, an dem sich eine Vielzahl an Schaulustigen versammelt hat. Von hier haben die Zuschauerinnen und Zuschauer einen perfekten Rundblick auf das Geschehen. Zu welchem noch in Betrieb befindlichen Bergwerk mögen die Musikanten in ihren Uniformen gehört haben? Ich kann nur vermuten, daß sie Bergarbeiter der Grube Georg waren, jenem Bergwerk bei Wilroth, dessen imposantes Fördergerüst 1952 errichtet wurde und die bis 1965 in Betrieb war. (Beitrag vom 3.11.2023)
Der Kamermann hat sich für diese Aufnahme am Zusammenlauf von Urbacher Straße, Mittelstraße und Ackerweg plaziert, in umittelbarer Nähe des Gasthofs Kasche. Gerade passiert die Spitze des Umzugs seinen Weg, wieder angeführt von der schmucken Bergmannskapelle. Im Hintergrund erkennt man das frühere Wohnhaus der „Kasches-Schmidts“, seit den 1930er Jahren Heimstatt der aus Gelsenkirchen stammenden Familie Templin. (Beitrag vom 3.11.2023)Auf der vorangegangenen Fotografie konnte man hinter der Blaskapelle bereits die Gruppe der Turner in ihren blütenweißen Trikots erahnen. Nun ziehen sie voller Stolz mit ihrer Vereinsfahne an dem Kameramann vorbei. Bei den athletischen Sportlern handelt es sich von links nach rechts um: …, Horst Will, Horst Seitz, Ludwig Flatt, mein Großvater Friedrich Kuhl, Egon Schmidt, als Fahnenträger Arnold Krantz und der in Niederdreis lebende Oswald Marth. (Beitrag vom 3.11.2023)
Ausflug des V.d.K. Ortsgruppe Puderbach 1952
„Zum Andenken an den ersten Ausflug des V.d.K. Ortsgruppe Puderbach 24. August 1952“. So war diese Fotografie aus dem Nachlass der Familie Born (Muschender) beschriftet. Doch was hatte es mit dem Kürzel V.d.K. auf sich? Um was für einen Verband handelte es sich? Die Ursprünge des heutigen Sozialverbands V.d.K. gehen ins Jahr 1917 zurück. Damals gründete sich der sogenannte „Bund der Kriegsteilnehmer und Kriegsbeschädigten“. Ursprünglicher Zweck der Organisation war es, sich für die Rechte und das Wohl verwundeter Veteranen und Hinterbliebener der im Ersten Weltkrieg Gefallenen einzusetzen. 1950 dann, fünf Jahre nach Ende des 2. Weltkriegs, der 5 Millonen deutschen Soldaten das Leben gekostet hatte, bildete sich aus dem „Bund der Kriegs- und Zivilbeschädigten, Sozialrentner und Hinterbliebenen-Verbände Deutschlands (BKD)“ der „Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands“ (V.d.K.). Leider sind mir nicht alle Mitgliederinnen und Mitglieder der Ortsgruppe des V.d.K. Puderbach mit Namen bekannt. Doch diejenigen, die ich kenne, stehen für sehr persönliche Schicksalsschläge, die der Krieg bei Ihnen hinterlassen hat. Beginnen möchte ich mit Friedrich Runkler, auch „Konrädches“ genannt, den wir rechts mit der Nummer 1 stehen sehen. Er gehört zu den Kriegsteilnehmern des 1. Weltkriegs und dürfte bereits dem BKD angehört haben. Dank des Nachlasses, der sich im alten „Konrädches“ Haus an der Steimeler Straße erhalten hat, wissen wir, daß er zweimal verwundet und in einem Kriegslazarett behandelt wurde. Die Eltern von Werner Seitz, den wir vorne mit der Nummer zwei sehen, waren Freunde meiner Großeltern und mir wohlbekannt. Sein Vater Emil hatte während der Kriegshandlungen des 2. Weltkriegs seine linke Hand und Unterarm verloren und trug zeitlebens eine Armprothese, die uns Kinder sowohl faszinierte, als auch erschreckte. Mit der Nummer 6 sehen wir Werner Blum, der spätere Metzgermeister, der so manches Rind oder Schwein für unsere Familie schlachtete. Das sein Vater 1944 bei Kielce in Polen gefallen war, erfuhr ich erst durch meine Recherchen zu diesem Bild. Bei der Nummer 7 handelt es sich um den Bruder meiner Großmutter, den 1910 geborenen Otto Deneu. Während mein Großvater nichts über seine Kriegserlebnisse erzählte, war unser Onkel Otto offener und berichtete mir von seiner Kriegsverwundung, die er sich am 15. Oktober 1943 in Russland zugezogen hatte. Splitter, ich weiß nicht mehr, ob von einem Geschoß oder etwas anderem, hatten seinen Fuß und sein Gesicht getroffen. Besonders die Verletzung am Oberkiefer, er verlor alle Zähne, waren äußerst schwerwiegend. Die Nummer 8 ist das „Muschender Paulinchen“, die mit Ihrem Mann und den beiden Kindern auf dem Bauernhof an der Ecke Reichensteiner Weg und Ringstraße lebte. Ihr erstgeborener Sohn Karl fiel am 12. Mai 1942 bei Kämpfen in der Nähe von Belgorod. Die ganze Familie wird untröstlich gewesen sein. Die übrigen Personen sind: 3 und 4 Gustav und Erna Schneider geb. Klaas (Anstrichers), 5 vrmtl. Siegfried Fuchs und 9 Luise Muscheid geb. Iskenius. Falls Sie weitere Personen auf der Fotografie erkennen, so würde ich mich über Ihre tatkräftige Mithilfe sehr freuen. (Beitrag vom 3.11.2023)
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